Die delphische Bewegung
Wenn die Bedeutung kulturellen Gestaltens nicht mehr gewürdigt wird, werden auch die Errungenschaften der Kultur immer mehr in die Bedeutungslosigkeit gedrängt. Soziale Gesellschaftsordnungen und moralische Prinzipien verblassen, wenn politisches und wirtschaftliches Handeln ausschließlich auf Profit ausgerichtet ist.
Ohne Pflege und Weiterentwicklung der Kultur wird das Leben der Menschheit verarmen. Welches enorme Maß an Wissen ist allein durch den Untergang alter Kulturen wie der Inka oder Ägypter verschüttet worden. Selbst mit unseren modernen technischen Möglichkeiten stehen wir den damaligen Errungenschaften oft ratlos gegenüber.
Die Delphischen Spiele der Neuzeit (als Kultur der Seele) sollen eine Balance zu den Olympischen Spielen (als Kultur des Körpers) schaffen, wie sie über Jahrhunderte in der Antike bestand. Zwei gleichberechtigte, sich ergänzende Kulturen haben ihre großen Foren.
Die Grundlage von Vertrauen basiert auf Wissen. Wissen um die eigene Familie, den Nachbarn, die Nation und ihre Geschichte und das Erahnen der Vielfalt der Welt. Diese Vielfalt zu bewahren und in Begegnungen bewusst zu machen, ist die Vision der Delphischen Bewegung.
Damit soll die Grundlage für die Neugierde nach den eigenen Wurzeln und ein besseres Verstehen für die Nachbarn in anderen Ländern und Kontinenten und deren Kulturen geweckt werden. Wir müssen lernen, mehr an die Enkel und deren Wohlergehen zu denken – dann fällt es uns leichter, heute die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Mit Hilfe der Delphischen Spiele der Neuzeit soll „Mehr-Wissen - aus eigener Erfahrung“ - dazu führen, dass sich Spannungen und Konflikte – durch eigenes Erleben – reduzieren. Es gilt, weltweit alle Kräfte zu vernetzen, um den Planeten zu schützen und gemeinsam lebenswert zu erhalten – zum Wohle kommender Generationen.
In der heutigen Zeit der Globalisierung ist der direkte Dialog zwischen den Menschen, Völkern und Kulturen wichtiger denn je. Wir dürfen es nicht versäumen, die schöpferischen Potenziale und neuen Ausdrucksformen junger Künstler zu fördern, um den gesellschaftlichen Fortschritt zu erhalten und voranzutreiben. Dazu muss die Bedeutung der Kultur als Motor gesellschaftlicher Entwicklung im politischen Bewusstsein verankert werden.
Ziel des IDC ist es daher, zusammen mit Verbündeten aus Kultur, Politik und Wirtschaft, die antiken Ideale Delphis in unserer Neuzeit zu etablieren. Dies geschieht durch:
- Erweiterung des persönlichen kulturellen Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Völkern
- Pflege klassischer und die Förderung neuer künstlerischer Ausdrucksformen in einem kulturübergreifenden Forum
- Erarbeitung neuer Konzepte für die schöpferische Entwicklung der Jugend
- Vernetzung von Entscheidungsträgern aus Kultur, Politik und Wirtschaft, um in gemeinsamer Arbeit die schöpferischen Fähigkeiten der Menschen zu fördern
Die Olympischen Spiele belegen, wie ein weltweites Forum im Sport die Menschen bewegen, begeistern und animieren kann. So wie Olympia für den Sport, so sollen die Delphischen Spiele für Kunst, Kultur und Bildung ein wichtiger Anreiz für Politik und Wirtschaft sein, in die geistige Aus- und Weiterbildung junger Menschen zu investieren. Jede Nation hat ihre exzeptionellen Talente und möchte daher ihre Teilnehmer unter den Besten dieses einzigartigen Festes der Gemeinschaft sehen.
Helfen Sie uns, die Delphischen Spiele als internationale Institution im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern.
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